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	<title>RealChemie BLOG</title>
	<link>http://blog.realchemie.net</link>
	<description>Der neue Blog von RealChemie</description>
	<pubDate>Tue, 06 May 2008 08:32:26 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Falsche Pressemeldung der BASF</title>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 08:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marktverhalten der Großindustrie]]></category>
<category>falsche Pressemeldung pflanzenschutzmittel generika basf chemiebosse händler hambrecht herbizid klage landwirtschaft machenschaften marktmacht missbrauch patent pflanzenschutz preise realchemie wirtschaftsstalinist</category>
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		<description><![CDATA[Die BASF-Presseabteilung meldet am 23. April 2008 in gewohnt gro&#223;spuriger Manier: „Die Erfolgsserie im Kampf gegen illegale Pflanzenschutz-Produkte rei&#223;t nicht ab: Das Oberlandesgericht D&#252;sseldorf hat die Berufung der Landwirtschaftliche Produkthandels (LPH) GmbH rechtskr&#228;ftig abgewiesen…“
Wir fragen uns immer, wenn wir von solch heroischen Taten der BASF lesen, ob die, die das schreiben, eigentlich wissen, wovon sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die BASF-Presseabteilung meldet am 23. April 2008 in gewohnt gro&#223;spuriger Manier: „Die Erfolgsserie im Kampf gegen illegale Pflanzenschutz-Produkte rei&#223;t nicht ab: Das Oberlandesgericht D&#252;sseldorf hat die Berufung der Landwirtschaftliche Produkthandels (LPH) GmbH rechtskr&#228;ftig abgewiesen…“</p>
<p>Wir fragen uns immer, wenn wir von solch heroischen Taten der BASF lesen, ob die, die das schreiben, eigentlich wissen, wovon sie schreiben. Die da in der aktuellen Pressemeldung vorlaut vom Kampf gegen illegale Produkte prahlen, vermitteln den objektiven Beobachtern ein eher schlechtes Image der BASF. Der Konzern ist einerseits mit bisher &#252;ber 24.000 abgebauten Jobs ein <strong><a href="http://kritische-aktionaere.de/fileadmin/Dokumente/Pressemitteilungen_2007/PM_BASF_25.04.07.pdf">Arbeitsplatzvernichter erster G&#252;te</a></strong>, hat aber andererseits keinerlei moralische Bedenken, dem Vorstandsvorsitzenden J&#252;rgen Hambrecht das <strong><a href="http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/vorstandsgehaelter/basf_aid_10876.html">Gehalt 2007 um 26 Prozent auf 5,21 Millionen Euro</a></strong> zu erh&#246;hen. Wie viele der vom BASF-Management in Hartz IV Gedr&#228;ngten k&#246;nnten davon ihren mageren Lebensunterhalt f&#252;r lange Zeit aufbessern?</p>
<p>Herr Hambrecht indes signalisiert der &#214;ffentlichkeit stellvertretend f&#252;r die BASF immer wieder seine Abgehobenheit von der Realit&#228;t, wenn er mit seinen ber&#252;chtigten Schienbeintretereien beispielsweise die Klimapolitik der Bundesregierung so heftig kritisiert, dass er danach als „Wirtschaftsstalinist“ tituliert wird. Bei den j&#252;ngsten Aufst&#228;nden von M&#246;nchen in Tibet gegen die Besetzung ihres Landes durch Truppen der VR China <strong><a href="http://www.focus.de/finanzen/news/china-menschenrechte-bitte-im-hinterzimmer_aid_295416.html">r&#252;ffelte Hambrecht die Kanzlerin f&#252;r ihre China-Politik</a></strong> und forderte, man m&#246;ge doch China bitte nicht zu heftig kritisieren, denn dies schade den Gesch&#228;ften der Industrie. Wirtschaftsinteressen gehen vor Menschenrechte, eine feine Einstellung.</p>
<p>Tatsache bleibt, dass die BASF mit der aktuellen Pressemitteilung die Wahrheit verk&#252;rzt und damit verf&#228;lscht. Das Oberlandesgericht D&#252;sseldorf hat kein Verfahren gegen die LPH GmbH rechtskr&#228;ftig abgeschlossen. Die BASF-Schreiberlinge haben offenbar von dem ganzen Vorgang keine Ahnung. Von einem Unternehmen, das erst im Jahre 2001 gegr&#252;ndet wurde, kann kein „&#8230;Ersatz von Sch&#228;den…“ „..seit Anfang der neunziger Jahre..“ gefordert werden. Die LPH GmbH handelt seit fast drei Jahren noch nicht einmal mehr mit Pflanzenschutzmitteln, was den angeblichen „Erfolg“ noch l&#228;cherlicher macht. </p>
<p>Klar, dass die Chemiebosse stinksauer auf die Realchemie sind, seitdem diese es gewagt hat, ein Patent des Chemiegiganten anzufechten. Mit der Nichtigkeitsklage der Realchemie Nederland B. V., nicht etwa der LPH GmbH, wird das BASF-Patent auf „Monoklines Metazachlor“ angefochten. Hierbei handelt es sich um einen Wirkstoff f&#252;r ein Herbizid zur Bek&#228;mpfung von Unkr&#228;utern. Das Verfahren ist mittlerweile vor dem BGH anh&#228;ngig, der schon jetzt Bedenken gegen den &#252;bersetzten Streitwert von 3 Mio. € ge&#228;u&#223;ert hat.</p>
<p>Noch saurer sind die Chemiebosse dar&#252;ber, dass die LPH es seinerzeit gewagt hat, ein Generikum mit dem „Triklinem Metazachlor“ als Wirkstoff auf den Markt zu bringen, das nur einen Bruchteil des teuren BASF-Produktes kostete. Wie &#252;blich, jagte die BASF dem rebellischen H&#228;ndler LPH sogleich die gesamte Rechtsmacht des Konzerns auf den Hals. Einstweilige Verf&#252;gung, Berge anwaltlicher Korrespondenz, Gerichtsverfahren, Entscheidungen, Berufungen zielen allesamt nur darauf ab, dem unliebsamen Wettbewerber mit aller Gewalt und Marktmacht zu vernichten anstatt sich mit ihm in einem fairen Konkurrenzkampf auseinanderzusetzen. </p>
<p>Die LPH wie auch Realchemie haben sich diesen &#252;blen Machenschaften bisher erfolgreich widersetzt und werden dies auch in Zukunft tun. In diesem Fall und in anderen F&#228;llen. So hat die BASF erst k&#252;rzlich wieder einen Prozess verloren, in dem die Advokaten versucht hatten, den Missbrauch einer PI-Nummer zu behaupten. </p>
<p>Und Sie, liebe Handelspartner und Landwirte, sollten sich immer vor Augen halten, dass die BASF-Bosse Konkurrenten wie Realchemie oder LPH nur bek&#228;mpfen, damit diese deren &#252;berteuerte Preise f&#252;r Pflanzenschutzmittel nicht unterbieten.</p>
<p>Ihr Realchemie-Team</p>
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		<title>Wie gef&#228;llt Ihnen unser neuer Internetauftritt?</title>
		<link>http://blog.realchemie.net/2008/04/04/wie-gefaellt-ihnen-unser-neuer-internetauftritt/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 08:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<category>auftritt</category><category>bildmotive</category><category>internet</category><category>joomla</category><category>landwirtschaft</category><category>realchemie</category><category>website</category>
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		<description><![CDATA[K&#252;rzlich haben wir unseren Kunden, Partnern und Interessenten unter www.realchemie.com einen neuen Internetauftritt pr&#228;sentiert. Unser Ziel war es, Ihnen Realchemie sch&#246;ner, schneller und besser als bisher zu zeigen. Hierzu haben wir alle Bereiche der bisherigen Website optisch, technisch, funktionell und inhaltlich &#252;berarbeitet, erg&#228;nzt und zum Teil ganz neu aufbereitet.
Mit unseren neuen Bildmotiven aus der Landwirtschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>K&#252;rzlich haben wir unseren Kunden, Partnern und Interessenten unter <a href="http://www.realchemie.com">www.realchemie.com</a> einen neuen Internetauftritt pr&#228;sentiert. Unser Ziel war es, Ihnen Realchemie sch&#246;ner, schneller und besser als bisher zu zeigen. Hierzu haben wir alle Bereiche der bisherigen Website optisch, technisch, funktionell und inhaltlich &#252;berarbeitet, erg&#228;nzt und zum Teil ganz neu aufbereitet.</p>
<p>Mit unseren neuen Bildmotiven aus der Landwirtschaft wollen wir Ihnen Gegenpole zu unserer n&#252;chternen Welt zeigen, die Ihnen ein wenig Erholung von der t&#228;glichen Hektik vermitteln sollen.</p>
<p>Dank einer verbesserten Struktur bieten wir den Besuchern eine schnellere und bessere &#220;bersicht sowie eine einfachere Navigation und sorgen so daf&#252;r, dass Sie auf dem schnellsten Weg und mit m&#246;glichst wenigen Mausklicks an die Information gelangen, die Sie suchen. Die Themen, die unsere Kunden und Interessenten am meisten interessieren, haben wir in den Gruppen Produkte, Unternehmen, Presse und Wetter zusammengefasst.</p>
<p>Durch einen framelosen Seitenaufbau sind die Inhalte und Suchbegriffe jetzt f&#252;r Suchmaschinen einfacher zug&#228;nglich, wodurch wir eine bessere Auffindbarkeit der Informationen bei Suchmaschinenabfragen erreichen wollen.</p>
<p>Neu hinzugekommen ist das Content Management System JOOMLA, das es zuk&#252;nftig unseren Mitarbeitern erlauben wird, Seiteninhalte tagesaktuell zu ver&#246;ffentlichen. Hierdurch wird ein h&#246;heres Ma&#223; an Aktualit&#228;t gew&#228;hrleistet.</p>
<p>Mit dem Relaunch ist die Entwicklung der Seite jedoch noch nicht abgeschlossen. Das Angebot auf <a href="http://www.realchemie.com">www.realchemie.com</a> wird in den kommenden Monaten um zus&#228;tzliche Features erg&#228;nzt und im Sinne einer optimalen Informationsvermittlung f&#252;r Kunden, Interessenten, Partner und Journalisten weiterhin optimiert, um eine optimale Information zu garantieren.</p>
<p>Haben Sie eigene W&#252;nsche oder m&#246;chten Sie Vorschl&#228;ge machen? Dann einfach als Kommentar zu diesem Beitrag mitteilen!</p>
<p>Ihr Realchemie-Team</p>
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		<title>Die Agro-Mafia und ihre spezielle Ethik</title>
		<link>http://blog.realchemie.net/2007/09/05/agro-mafia-ethik/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 16:39:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<category>agro mafia</category><category>ciba</category><category>elektrofeldbehandlung</category><category>forschung</category><category>gentechnik</category><category>killer gen</category><category>syngenta</category><category>terminator saatgut</category><category>urzeit code</category>
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		<description><![CDATA[Am 17. Dezember 1988 berichten die Forscher Dr. Guido Ebner und Heinz Sch&#252;rch in der Schweizer TV-Sendung „Supertreffer“ von einem wissenschaftlichen Meisterst&#252;ck. Als ersten Forschern weltweit ist es ihnen gelungen, uralte pilzartige Organismen aus &#252;ber 200 Millionen Jahren alten Salzkristallen zu isolieren. Dabei machten sie eine atemberaubende Entdeckung: in „normaler“ N&#228;hrstoffl&#246;sung taten die Bakterien, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 17. Dezember 1988 berichten die Forscher Dr. Guido Ebner und Heinz Sch&#252;rch in der Schweizer TV-Sendung „Supertreffer“ von einem wissenschaftlichen Meisterst&#252;ck. Als ersten Forschern weltweit ist es ihnen gelungen, uralte pilzartige Organismen aus &#252;ber 200 Millionen Jahren alten Salzkristallen zu isolieren. Dabei machten sie eine atemberaubende Entdeckung: in „normaler“ N&#228;hrstoffl&#246;sung taten die Bakterien, was Bakterien immer tun, sie vermehrten sich. Wurde die N&#228;hrstoffl&#246;sung w&#228;hrend der Vermehrungsphase jedoch einem Elektrofeld ausgesetzt, so verf&#228;rbte sich die Fl&#252;ssigkeit blutrot. Die Bakterien hatten ihr uraltes „Energiesystem“ eingeschaltet und produzierten das Pigment Rhodopsin, um f&#252;r ihren Fotosynthese-Prozess Sonnenenergie zu tanken.</p>
<p>In weiteren Untersuchungen fanden die Forscher heraus, dass man mit Elektrofeldern offenbar uralte Gene „einschalten“ kann. Es gelang ihnen, ein Hirschzungenfarn zu z&#252;chten, wie es vor Jahrmillionen gewachsen ist. Mit &#228;hnlichem Erfolg haben die Ciba-Wissenschaftler Experimente mit Weizen und Mais durchgef&#252;hrt und eine Art Ur-Mais gez&#252;chtet, wie er in der freien Wildnis in Europa l&#228;ngst ausgestorben ist. Ur-Weizen bildete nach dieser Behandlung neue Eiwei&#223;e aus, die man im urspr&#252;nglichen Weizen vergeblich suchte. Er produzierte weiterhin viel gr&#246;&#223;ere Wurzeln und wuchs so schnell, dass er in nur vier Wochen das Stadium erreichte, das „normaler“ Weizen erst nach sieben Wochen zeigte. Halm und &#196;hren waren zwar kleiner, daf&#252;r aber trug die Pflanze mehr &#196;hren. Der eigentliche Vorteil aber war, dass man den „Turbo-Weizen“ in Gegenden mit kurzem Fr&#252;hjahr und Sommer anbauen konnte, wo herk&#246;mmlicher Weizen gar nicht wachsen kann. Auch bei Fischen funktionierte der „Ciba-Effekt“ ebenfalls: Forellen entwickelten sich zu einer Urform zur&#252;ck, die bereits vor &#252;ber 150 Jahren ausgestorben war. Die behandelten Fische waren gut ein Drittel gr&#246;&#223;er, viel kr&#228;ftiger und farbiger als ihre unbehandelten Artgenossen.</p>
<p>Die Wissenschaftler begannen 1992 mit einer Filmdokumentation ihrer Entdeckungen. Sie wollten zeigen, wie man ihre Forschungsergebnisse zum Nutzen der Menschheit einsetzen kann. Nach nur einem Drehtag aber kam v&#246;llig &#252;berraschend das Aus: der Ciba-Konzern entzog ihnen die Dreherlaubnis! Zus&#228;tzlich wurden alle vielversprechenden Versuchsreihen f&#252;r Au&#223;enstehende v&#246;llig unverst&#228;ndlich ohne jede Vorank&#252;ndigung eingestellt. In einer offiziellen Erkl&#228;rung hie&#223; es, die Forschungen der beiden Wissenschaftler lie&#223;en sich nicht mehr einem der Schwerpunktforschungsgebiete des Ciba-Konzerns zuordnen.</p>
<p>Was war hier geschehen? Viele Experten hatten sich schon fr&#252;h gewundert, dass die beiden Wissenschaftler ihre revolution&#228;ren Forschungsergebnisse nicht in der &#252;blichen wissenschaftlichen Form publizierten. Offenbar lagen die Gr&#252;nde in der Anstellung der beiden im Ciba-Konzern, dessen Interessen offenbar mit den wissenschaftlichen Interessen kollidierten. Denn die von Wissenschaftlern gez&#252;chteten Ur-Pflanzen waren weitaus resistenter gegen Krankheiten und Sch&#228;dlinge und ben&#246;tigten fast &#252;berhaupt keine Pflanzenschutzmittel. Damit h&#228;tte sich die Pflanzenschutzsparte dann wohl in’s eigene Fleisch geschnitten!</p>
<p>Sicher ist, dass die Versuche manchen Managern nicht in ihre Pl&#228;ne passten und irgendwie nicht geheuer waren. Spekulationen deuten auch auf eine entsprechende Einflussnahme durch den Sandoz-Konzern hin, der sp&#228;ter nach langen und geheimen Vorverhandlungen f&#252;r die Fachwelt v&#246;llig &#252;berraschend mit Ciba fusionierte. </p>
<p>Eine L&#246;sung des globalen Ern&#228;hrungsproblems durch „Ur-Getreide“? H&#246;here Mais- und Weizenertr&#228;ge und gr&#246;&#223;ere Forellen ganz ohne Gentechnik und fast ohne Pflanzenschutzmittel? F&#252;r westliche Chemieriesen, die sich immer st&#228;rkere Monopolstellungen im Saatgutmarkt verschaffen, eine Horrorvision. Denn deren Ziel ist nun einmal die Abh&#228;ngigkeit der Landwirtschaft von den eigenen Produkten. Gentechnisch manipuliertes Saatgut, das nur mit den eigenen Pflanzenschutz- und D&#252;ngemitteln gedeiht, das alleine bringt der Agro-Mafia die Profite. W&#228;hrend die Patentschriften und Ver&#246;ffentlichungen von Guido Ebner und Heinz Sch&#252;rch im Europ&#228;ischen Patentamt und den heutigen Syngenta-Archiven (Ciba und Sandoz wurden sp&#228;ter zur Syngenta AG fusioniert) verstauben, werden die Patente f&#252;r genmanipuliertes Saatgut m&#246;glichst weltweit angemeldet und mit Brachialgewalt durchgesetzt. „Erfolgsmeldungen“ liest man heute nicht von „Ur-Weizen“, sondern von „Terminator-Saatgut“, einem modernen Wahnsinn aus dem Gentechniklabor, der Saatgut, nat&#252;rlich weltweit patentiert, durch ein eingeschleustes „Killer-Gen“ solange gezielt unfruchtbar macht, bis das „Killer-Gen“ durch eine Chemikalie, nat&#252;rlich auch weltweit patentiert, gezielt ausgeschaltet wird.</p>
<p>Und wenn jetzt wieder ein Winkeladvokat der Agro-Mafia &#252;berlegt, wie man uns wieder einmal verklagen k&#246;nnte: Die ganze Story mit noch weitaus &#252;bleren Details zur speziellen Ethik der Agro-Multis k&#246;nnen Sie nachlesen im Buch von Luc B&#252;rgin „Der Urzeit-Code“, das gerade im Herbig Verlag erschienen ist oder auf den Internetseiten <a href="www.urzeit-code.com" target="_blank">www.urzeit-code.com</a>.</p>
<p>Ihr RealChemie-Team</p>
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		<title>Was Bayer unter &#8220;unternehmerischer Verantwortung&#8221; versteht</title>
		<link>http://blog.realchemie.net/2007/08/23/bayers-unternehmerische-verantwortung/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Aug 2007 07:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marktverhalten der Großindustrie]]></category>
<category>bayer</category><category>bvl</category><category>cbg</category><category>coordination gegen bayer gefahren</category><category>corporate responsibility</category><category>cr</category><category>lobbyarbeit</category><category>machenschaften</category><category>preisabsprache</category><category>schwarzbuch markenfirmen</category><category>unternehmerische verantwortung</category><category>werner wenning</category>
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		<description><![CDATA[Unternehmerische Verantwortung heisst im heutigen Neusprech „Corporate Responsibility (CR)“. Sie beschreibt den Grad des Verantwortungsbewusstseins eines Unternehmens, wo immer seine Gesch&#228;ftst&#228;tigkeit Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Mitarbeiter, die Umwelt und das wirtschaftliche Umfeld hat. Corporate Responsibility steht im engeren Sinn f&#252;r eine Unternehmensphilosophie, die Transparenz, ethisches Verhalten und Respekt in den Mittelpunkt unternehmerischen Handelns stellt.
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unternehmerische Verantwortung heisst im heutigen Neusprech <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Responsibility" target="_blank"><strong>„Corporate Responsibility (CR)“</strong></a>. Sie beschreibt den Grad des Verantwortungsbewusstseins eines Unternehmens, wo immer seine Gesch&#228;ftst&#228;tigkeit Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Mitarbeiter, die Umwelt und das wirtschaftliche Umfeld hat. Corporate Responsibility steht im engeren Sinn f&#252;r eine Unternehmensphilosophie, die Transparenz, ethisches Verhalten und Respekt in den Mittelpunkt unternehmerischen Handelns stellt.</p>
<p><strong><a href="http://www.gesellschaftliche-verantwortung.de/www/csrcms.nsf/id/E46F7799B1EF8FA4C1256F470038A5A3" target="_blank">Der Chemiemulti Bayer formuliert dies u.a. so</a></strong>:  &raquo;Bayer ist ein weltweit t&#228;tiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ern&#228;hrung und hochwertige Materialien. Mit unseren Produkten und Dienstleistungen wollen wir den Menschen n&#252;tzen und zur Verbesserung der Lebensqualit&#228;t beitragen. Dabei ist es f&#252;r uns entscheidend, &#214;konomie, &#214;kologie und Gesellschaft in Einklang zu bringen. Ein solches Gleichgewicht l&#228;sst sich nicht mit punktuellen Einzelma&#223;nahmen erreichen, sondern erfordert einen umfassenden Ansatz. Aus diesem Grund ist die F&#246;rderung einer nachhaltigen Entwicklung bei Bayer im Konzernleitbild verankert: „Unsere technische und wirtschaftliche Kompetenz ist f&#252;r uns mit der Verantwortung verbunden, zum Nutzen der Menschen zu arbeiten, uns sozial zu engagieren und einen nachhaltigen positiven Beitrag f&#252;r eine dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung zu leisten.“&laquo;</p>
<p>Viele Menschen sehen dies ganz anders. Die Autoren von <strong><a href="http://www.markenfirmen.com/" target="_blank">„Das neue Schwarzbuch Markenfirmen“</a></strong> schreiben dem Bayer-Konzern ganz ohne ideologische Untert&#246;ne krasse Vorw&#252;rfe in das Unternehmensprofil: „Import von Rohstoffen aus Kriegsgebieten, Finanzierung unethischer Medikamentenversuche, Behinderung eines Entwicklungslandes bei der Herstellung und Vermarktung lebenswichtiger Medikamente, Vertrieb gef&#228;hrlicher Pflanzengifte, Ausbeutung und Kinderarbeit bei Rohstofflieferanten.“ Das passt ganz und gar nicht zu dem, was Bayer und seine T&#246;chter sich an Texten zu „unternehmerischer Verantwortung“ haben einfallen lassen.</p>
<p>Die <strong><a href="http://www.cbgnetwork.de" target="_blank">„Coordination gegen Bayer-Gefahren“</a></strong> engagiert sich seit Jahren gegen fragw&#252;rdige Machenschaften des Konzerns und protestiert regelm&#228;&#223;ig auf den Hauptversammlungen. Dieses Jahr steigerten die seltsamen Reaktionen des Vorstandsvorsitzenden Werner Wenning nicht gerade das Vertrauen in die Glaubw&#252;rdigkeit von Vorstand und Gesch&#228;ftspolitik. Angesprochen auf die Vernichtung von 6.000 Arbeitspl&#228;tzen durch die Schering-&#220;bernahme erkl&#228;rte er sich einfach nicht f&#252;r zust&#228;ndig. Dies, obwohl er hinter der B&#252;hne eine 50-k&#246;pfige Truppe sitzen hatte, die dem Chef die „richtigen“ Antworten einfl&#252;sterte. Dringender Erkl&#228;rungsbedarf wegen Ermittlungen zu Nebenwirkungen von Bayer-Medikamenten wie Nierenversagen, Herzinfarkt und Schlaganfall wurden lapidar beantwortet mit „Wir arbeiten eng mit den Arzneimittelbeh&#246;rden zusammen“. Auch das passt wiederum &#252;berhaupt nicht zu den ach so honorig klingenden Formulierungen zum Thema „unternehmerische Verantwortung“.</p>
<p>Ralf-Jochen Ehresmann, auf Hauptversammlungen als besonders kritischer Aktion&#228;r gef&#252;rchteter Kartellkritiker, wurden wegen seiner <a href="http://www.cbgnetwork.de/1959.html" target="_blank"><strong>Kritik an Preisabsprachen</strong></a> vom Medium Werner Wenning ebenfalls stoisch abgefertigt: „Wir kooperieren mit den Wettbewerbsbeh&#246;rden“. CBG-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Philipp Mimkes strafte den gro&#223;en Vorsitzenden L&#252;gen, als er der Hauptversammlung den genauen Wortlaut des von Bayer gegebenen Versprechens &#252;ber den Stopp von Klasse-I-Agrochemikalien pr&#228;sentierte. Auch Wenning’s Ged&#228;chtnis zum Pestizid Endosulfan, das der Profit-Profi Wenning gar nicht mehr in Bayer-Produktion w&#228;hnte, musste Mimkes auffrischen. Und wie immer, wenn die Fragen zu peinlich werden, wurde der Vorstandsvorsitzende ferngesteuert auf Autopilot geschaltet. Bayer befindet sich dann laut Vorstandssprachrohr jeweils „in enger Absprache mit den Beh&#246;rden.“ Und wieder hat dies nichts mit dem zu tun, was Bayer und seine T&#246;chter als „unternehmerische Verantwortung“ formulieren.</p>
<p>De fakto gewinnt man den Eindruck, dass das, was uns die Verbalakrobaten von Bayer als „unternehmerische Verantwortung“ vorgaukeln wollen, in Wirklichkeit eine einzige gro&#223;e Verarschung ist. Denn alleine die engen Absprachen mit Beh&#246;rden l&#228;sst sich der Konzern seit Jahren einiges kosten. Bayer-Emiss&#228;re sitzen in verschiedenen Ministerien und greifen den Beh&#246;rden jeweils ein wenig beim Regieren unter die Arme. Zum eigenen Wohl, versteht sich. Die Werbebotschaft „Bayer macht Umweltpolitik“ ist indess ganz w&#246;rtlich zu verstehen. Der Leverkusener Multi hat n&#228;mlich mindestens einen seiner Mitarbeiter im Umweltministerium sitzen, der zudem noch zur H&#228;lfte aus Steuermitteln bezahlt wird. Aber auch in anderen Beh&#246;rden wird gezielte „Lobbyarbeit“ betreiben. So wunderten sich Verbrauchersch&#252;tzer, dass das BVL (Bundesamt f&#252;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) entgegen von &#252;ber 30.000 Einw&#228;nden von B&#252;rgern ohne erkennbares Z&#246;gern mir nichts dir nichts Freisetzungsversuche von genmanipuliertem Bayer-Weizen genehmigte. Uns wundert das nicht mehr, seitdem wir von ma&#223;geblichen Bayer-Entscheidern Spr&#252;che geh&#246;rt haben, wie „Das BVL haben wir im Griff“.</p>
<p>Also, liebe Kunden und die es werden wollen: wir von RealChemie haben keine gro&#223;spurigen Internetauftritte oder Hochglanzbrosch&#252;ren f&#252;r „Corporate Responsibility“. Wir s&#252;lzen Sie nicht mit Salbader voll, zahlen keine Gelder an Politiker oder Beh&#246;rden, verstricken uns nicht in Widerspr&#252;che und m&#252;ssen niemanden anl&#252;gen, wenn wir Original-Pflanzenschutzmittel ganz legal zu Niedrigpreisen verkaufen. </p>
<p>Ihr RealChemie-Team</p>
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		<item>
		<title>Wo beginnt Missbrauch von Marktmacht?</title>
		<link>http://blog.realchemie.net/2007/08/16/missbrauch-von-marktmacht/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2007 12:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marktverhalten der Großindustrie]]></category>
<category>überteuert</category><category>chemiekonzerne</category><category>händler</category><category>machenschaften</category><category>marktmacht</category><category>missbrauch</category><category>pflanzenschutzmittel</category><category>produktfälschung</category><category>repressalien</category><category>streng vertraulich</category><category>strictly confidential</category><category>syngenta</category><category>vertriebsweg</category><category>verurteilt</category>
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		<description><![CDATA[Importeure von Pflanzenschutzmitteln wie RealChemie m&#252;ssen im Tagesgesch&#228;ft einiges aushalten. Denn sie stehen der Marktmacht der Chemiekonzerne im Wege und brechen durch Niedrigpreise in deren angestammte Reviere ein. Aber auch H&#228;ndler von Pflanzenschutzmitteln und deren Mitarbeiter m&#252;ssen sich von den Chemiekonzernen viel gefallen lassen, speziell, wenn sie von RealChemie parallel importierte Produkten verkaufen. Da stellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Importeure von Pflanzenschutzmitteln wie RealChemie m&#252;ssen im Tagesgesch&#228;ft einiges aushalten. Denn sie stehen der Marktmacht der Chemiekonzerne im Wege und brechen durch Niedrigpreise in deren angestammte Reviere ein. Aber auch H&#228;ndler von Pflanzenschutzmitteln und deren Mitarbeiter m&#252;ssen sich von den Chemiekonzernen viel gefallen lassen, speziell, wenn sie von RealChemie parallel importierte Produkten verkaufen. Da stellt sich irgendwann die Frage, ob es wirklich richtig ist, die Marktmacht der Chemiekonzerne und deren Diktat von Preisen und Konditionen so widerspruchslos zu erdulden, wie dies bisher geschieht.</p>
<p>Die Vertriebswege der Pflanzenschutzmittel-Hersteller funktionieren seit Jahren nach diesem Muster: Der Pflanzenschutzmittel-H&#228;ndler ist Distributionspartner der Pflanzenschutzmittel-Hersteller und kauft die Produkte der Chemiekonzerne auf der Basis der Verkaufspreislisten abz&#252;glich einem H&#228;ndlerrabatt. Die Verkaufspreislisten haben allgemein recht hohe Preise, wohingegen die H&#228;ndlerrabatte recht mager ausfallen. Von der recht knappen Handelsspanne muss der PSM-H&#228;ndler seine Kosten decken und die Vorgaben der PSM-Hersteller erf&#252;llen. Letztere gibt es in zwei Versionen: die schriftlich fixierten Konditionen und die unausgesprochenen Leitlinien f&#252;r Linientreue. Die bedingungslose Linientreue wird am Jahresende in einem sog. „Jahresendgespr&#228;ch“ beurteilt und gemessen. Hat der PSM-H&#228;ndler die Pr&#252;fung bestanden, dann bekommt er einen Bonus-Scheck, so in etwa 0,5 - 2% vom Jahresumsatz. Ein erklecklicher Betrag, woraus der PSM-H&#228;ndler i.d.R. seine Vorausinvestitionen amortisieren und bei guter F&#252;hrung einen kleinen Gewinn realisieren kann.</p>
<p>Seit RealChemie auf den Markt gekommen ist und als Discounter Pflanzenschutzmittel zu fairen Nettopreisen anbietet, werden diese Vertriebswege empfindlich gest&#246;rt. RealChemie hat keine vieldeutigen H&#228;ndler-Vertr&#228;ge, keine komplizierten H&#228;ndler-Rabattsysteme, keine zwangsverordneten Konditionen, keine marktbehindernden Leitlinien, keine Jahresendgespr&#228;che, sondern bietet ganz einfach die &#252;berteuerten Original-Pflanzenschutzmittel zu Niedrigpreisen an. Also ein attraktives Angebot f&#252;r H&#228;ndler, ihre magere Handelsspannen etwas aufzubessern. Doch Vorsicht! Der unbedarfte Laie darf sich diese Situation so vorstellen, als w&#252;rde ein mutiges M&#228;nnlein in ein Haifischbecken springen und dabei jedem Killerhai gleich kr&#228;ftig in den Schwanz beissen. Denn die Chemie-Multis reagieren auf Niedrigpreise genau wie die Haie: sie bei&#223;en um sich. Sinnbildlich.</p>
<p>So ergeht zum Beispiel an jeden PSM-H&#228;ndler die Botschaft, dass der Verkauf von Produkten, die von RealChemie parallel importiert wurden, absolut unerw&#252;nscht sei. Das ist dann die Leitlinie. Bei Verst&#246;ssen gegen diese „Linientreue“ wird dann schon einmal der Scheck am Jahresende gek&#252;rzt oder ganz gestrichen. Ebenso liefern die „Pflanzenschutzberater“ der PSM-Industrie beispielsweise, wie als Beispiel beigef&#252;gt, <strong><a href="http://www.realchemie.net/download/StrictlyConfidential.pdf" target="_blank">Berichte mit dem Hinweis „Strictly Confidential“ (englisch: Streng Vertraulich)</a></strong>, worin das allm&#228;chtige Syngenta-Labor in England RealChemie-Produkte hinsichtlich Produktf&#228;lschung untersucht. Wichtig ist der Vermerk „Streng Vertraulich“, denn das h&#228;lt davon ab, sich durch einen Blick auf die offizielle Zulassung des angeblich gef&#228;lschten Produktes davon zu &#252;berzeugen, dass dieses nicht gef&#228;lscht sein kann, denn sonst w&#228;re es nicht zugelassen! Diese Pr&#252;fung aber findet nicht statt, weil genau dies das Ziel solcher Propaganda ist: den PSM-H&#228;ndler erschrecken, ihm einen b&#246;sen Verdacht gegen den ungeliebten Konkurrenten in’s Hirn pflanzen und ganz generell Marktallmacht demonstrieren. Der PSM-H&#228;ndler traut sich danach nicht mehr, nachzufragen, ob denn dies auch alles stimmt, akzeptiert stillschweigend diese Manipulation seiner Pers&#246;nlichkeit und den ganzen Rattenschwanz hintendran. Wer es &#252;brigens noch nicht wei&#223;: RealChemie wurde noch nie wegen einer Produktf&#228;lschung verurteilt. Wir haben aber bisher alle die, die dies &#246;ffentlich behauptet haben, zur Rechenschaft gezogen und werden dies auch in Zukunft tun.</p>
<p>Damit aber noch nicht genug. Eink&#228;ufern gro&#223;er PSM-H&#228;ndler werden mittlerweile ganz offen Repressalien angedroht, wenn sie es wagen sollten, mit reimportierter Ware zu handeln. Die Kr&#246;nung im Missbrauch von Marktmacht ist das erzwungene Einf&#252;gen von Klauseln im Arbeitsvertrag, dass von RealChemie angebotene Produkte nicht eingekauft werden d&#252;rfen. Die Missachtung wird mit fristloser K&#252;ndigung bedroht.</p>
<p>Haben Sie &#196;hnliches erlebt oder brauchen Sie Hilfe gegen solche Machenschaften? Sie k&#246;nnen sich vertraulich an uns wenden oder ganz einfach Ihren Kommentar dazu abgeben.</p>
<p>Ihr RealChemie-Team</p>
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		<title>Wer andern eine Grube gr&#228;bt&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Aug 2007 15:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marktverhalten der Großindustrie]]></category>

		<category><![CDATA[Marktverhalten von Behörden &amp; Ämtern]]></category>
<category>basf</category><category>bayer</category><category>defra</category><category>import</category><category>kartell</category><category>kartellbildung</category><category>klage</category><category>parallelimport</category><category>pflanzenschutzmittel</category><category>preisabsprache</category><category>preise</category><category>psd</category><category>rawlings</category><category>reimport</category><category>syngenta</category><category>urteil</category><category>verurteilt</category>
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		<description><![CDATA[..f&#228;llt bekanntlich selbst hinein: Zuerst verklagt die Pflanzenschutzbeh&#246;rde einen kleinen Importeur, dann m&#252;ssen Zeugen u.a. von BASF, Bayer und Syngenta vor Gericht im Kreuzverh&#246;r zugeben, dass die Agrochemie-Konzerne den Markt manipulieren und Preise absprechen, zuletzt wird der Beschuldigte freigesprochen und die Pflanzenschutzbeh&#246;rde vom Richter beschuldigt, an der Kartellbildung beteiligt gewesen zu sein. W&#252;rde sich doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>..f&#228;llt bekanntlich selbst hinein: Zuerst verklagt die Pflanzenschutzbeh&#246;rde einen kleinen Importeur, dann m&#252;ssen Zeugen u.a. von BASF, Bayer und Syngenta vor Gericht im Kreuzverh&#246;r zugeben, dass die Agrochemie-Konzerne den Markt manipulieren und Preise absprechen, zuletzt wird der Beschuldigte freigesprochen und die Pflanzenschutzbeh&#246;rde vom Richter beschuldigt, an der Kartellbildung beteiligt gewesen zu sein. W&#252;rde sich doch endlich auch einmal in Deutschland solch ein mutiger Richter finden!</p>
<p>Hier die ganze Geschichte: Das DEFRA (Department for Environment, Food and Rural Affairs), englisches &#196;quivalent zum deutschen BMELV (Bundesministerium f&#252;r Ern&#228;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) hatte durch das PSD (Pesticide Safety Directorate), englisches &#196;quivalent zum deutschen BVL (Bundesamt f&#252;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) einen kleinen Importeur von Pflanzenschutzmitteln, John Rawlings Crop Care aus Tenbury Wells, mit einer Klageflut wegen angeblich illegaler Importe von Pflanzenschutzmitteln &#252;berzogen. </p>
<p>Dies war vielen Experten sehr seltsam vorgekommen, da hier offenbar mit Kanonen auf Spatzen geschossen wurde. Schnell war der Verdacht entstanden, dass hier wieder einmal ein Exempel an einem Agrarh&#228;ndler statuiert werden sollte, der mit seinen Preisnachl&#228;ssen recht frech in die angestammten Reviere der Chemiekonzerne eingedrungen war. Denn John Rawlings hatte nur das getan, was einen guten H&#228;ndler auszeichnet: er hatte extrem teure Pflanzenschutzmittel in anderen L&#228;ndern der EU weit unter den englischen Marktpreisen eingekauft und in England mit bis zu 50% Preisnachl&#228;ssen wieder verkauft. Und daf&#252;r wurde er mit insgesamt 14 Klagepunkten vor Gericht gezerrt.</p>
<p>Im Hauptverfahren am 12. Juni folgte das Gericht Rawlings Argumentation, dass die DEFRA-Kontrollen dem freien Handel im Weg st&#252;nden, wie bereits von einer EU-Kommission fr&#252;her einmal offiziell ger&#252;gt. Rawlings berichtete der Kammer, dass seine landwirtschaftliche Kundschaft bis zu 45% mehr f&#252;r das gleiche Produkt zahlen m&#252;sste als Pflanzer und Landwirte auf dem Kontinent. Die Sch&#246;ffen konnten sich in 11 von 14 Klagepunkten nicht zu einem Urteil durchringen, verh&#228;ngten aber einen Schuldspruch wegen illegalen Lagerns von Pflanzenschutzmitteln in drei anderen Klagepunkten. Wie der <strong><a href="http://www.freshinfo.com/index.php?s=p&#038;ss=cg" target="_blank">„commercial grower“</a></strong> im Heft 21 vom 28.6.07 berichtet, hatte Richter Onions bei der urspr&#252;nglichen Anh&#246;rung vor Gericht angemerkt, dass das DEFRA ‚mit einem Vorschlaghammer die falsche Nuss zu knacken versuche’ und dass die Pestizidhersteller eher als Rawlings als mutma&#223;liche Kartellbetreiber untersucht werden m&#252;ssten.</p>
<p>In der Berufungsverhandlung vor dem Shrewsbury Crown Court am 21. Juni verteidigte die Anw&#228;ltin des Importeurs John Rawlings, Denise Dowen von der Kanzlei Hill Dickinson, die Importe damit, dass <a href="http://groups.google.com/group/uk.business.agriculture/browse_thread/thread/317e2d3ad66de653/c0dad48832f5d36b" target="_blank"><strong>alle Produkte innerhalb der EU registriert</strong></a> waren und es sich um Originalware aus EU-L&#228;ndern gehandelt hatte. Sie beantragte dazu Zeugenaussagen der marktf&#252;hrenden Agrochemie-Hersteller, darunter BASF, Bayer und Syngenta. Im Kreuzverh&#246;r mussten die Zeugen zugeben, <a href="http://www.warmwell.com/07june14defra.htm" target="_blank"><strong>dass die Agrochemie-Konzerne gemeinsam den englischen Markt manipulierten, um &#252;berh&#246;hte Preise durchzusetzen. </strong></a></p>
<p>Der Internetdienst <strong><a href="http://www.freshinfo.com" target="_blank">„freshinfo/ cg“</a></strong> zitiert in seiner Meldung vom 29.6.07 den beschuldigten John Rawlings „Dieses Verfahren h&#228;tte nie zugelassen werden sollen und ich hoffe, dass das DEFRA erkennt, wie durch zahlreiche Fehler Steuergelder verschwendet wurden“.</p>
<p>Richter Onions kam zu dem Schluss, dass das DEFRA &#252;ber die zust&#228;ndige Pflanzenschutzbeh&#246;rde PSD (Pesticide Safety Directorate) „unbewusst oder vors&#228;tzlich mit den Chemiekonzernen kollaboriert hat, um ein Kartell aufrechtzuerhalten“. Er trug dem DEFRA auf, innerhalb von 21 Tagen zu berichten, welche Lektionen es aus dem Verfahren gelernt h&#228;tte, andernfalls w&#252;rde die Sache an die Wettbewerbskommission gehen.</p>
<p>Zum Schluss des Verfahrens sagte Richter Onions, dass der Fall von gro&#223;em &#246;ffentlichem Interesse sei und dass vielmehr die Kartelle der Chemieunternehmen untersucht werden sollten. Der Richter f&#252;gte hinzu, dass er Kerr Wilson, dem Leiter des PSD, schreiben werde, um sich nach dem Grund f&#252;r das Verfahren zu erkundigen. </p>
<p>Der Titelstory der Zeitschrift „FARMBRIEF“ vom 21.7.07 ist indess zu entnehmen, dass DEFRA und PSD aus diesem Gerichtsurteil offenbar wenig gelernt haben. Ein Sprecher bezeichnete die &#196;u&#223;erungen des Richters als „kompletten Unsinn“. W&#228;hrend das DEFRA berichtet, dass Rawlings 8.500 Pfund Gerichtskosten zu zahlen habe, verschweigt es geflissentlich, dass dies lediglich ein Viertel der Verfahrenskosten ausmacht und das DEFRA zur Zahlung der restlichen Gerichtskosten in H&#246;he von rund 60.000 Pfund verurteilt wurde. Trotz der Tatsachen, dass erstens schon 2004 der Europ&#228;ische Gerichtshof entschieden hat, f&#252;r Importe sei kein gemeinsames Ursprungsland erforderlich, dass zweitens daraufhin im gleichen Jahr das PSD eine Klage vor dem obersten Zivilgericht unter Auferlegung aller Kosten zur&#252;ckziehen musste und dass drittens seine Kontrollen offiziell von der Europ&#228;ischen Kommission ger&#252;gt wurden, h&#246;rt es dennoch nicht auf, britische Gerichte zum Schlag gegen kleinere Importeure einzusetzen.</p>
<p>Die Anw&#228;ltin Denise Dowen sagte nach dem Verfahren: <strong><a href="http://www.freshinfo.com/index.php?ei=9&#038;s=n&#038;ss=nd&#038;sid=42312" target="_blank">“Viele meiner Klienten werden vom DEFRA wegen Imports von Pestiziden verfolgt. Ihre Ware ist unrechtm&#228;&#223;ig beschlagnahmt worden. Sie wurden eingesch&#252;chtert und ihre Gesch&#228;fte sind zerst&#246;rt worden.“</a></strong> Sie hofft nun, dass das DEFRA durch das Urteil von Richter Onions zur Verantwortung gezogen wird.</p>
<p>Wenn Sie jetzt denken, dass es so etwas nur in England gibt, dann sollten Sie aufmerksam unsere weiteren Beitr&#228;ge lesen! Und &#252;ber Ihre Anregungen oder Kommentare freuen wir uns immer. Ganz besonders w&#252;rden uns nat&#252;rlich Kommentare der deutschen Wettbewerbs- und Kartellh&#252;ter interessieren und speziell Informationen, ob es solche Preisabsprachen nicht auch in Deutschland oder der Schweiz gibt.</p>
<p>Ihr RealChemie-Team</p>
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		<title>Marktbefriedung</title>
		<link>http://blog.realchemie.net/2007/07/25/marktbefriedung/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 11:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marktverhalten der Großindustrie]]></category>
<category>anwender</category><category>basf</category><category>bayer</category><category>chemiebosse</category><category>ciba</category><category>dow</category><category>dupont</category><category>hochpreispolitik</category><category>kartellstrafe</category><category>konsolidierung</category><category>konzerne</category><category>machenschaften</category><category>marktbefriedung</category><category>monsanto</category><category>novartis</category><category>preisabsprache</category><category>preise</category><category>preispolitik</category><category>syngenta</category>
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		<description><![CDATA[Was im Vorstandsjargon „Marktbefriedung“ hei&#223;t und in den Gesch&#228;ftsberichten nach au&#223;en vornehm „Konsolidierung“ genannt wird, umschreibt die Machenschaften der Chemiebosse, den Markt untereinander aufzuteilen und unliebsame Wettbewerber rigoros aus dem Markt zu dr&#228;ngen.
Der Weltmarkt f&#252;r Pflanzenschutzmittel wird f&#252;r 2006 auf einen Wert von 24,6 Milliarden Euro gesch&#228;tzt. Vor zehn Jahren teilten sich diesen Markt etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was im Vorstandsjargon „Marktbefriedung“ hei&#223;t und in den Gesch&#228;ftsberichten nach au&#223;en vornehm „Konsolidierung“ genannt wird, umschreibt die Machenschaften der Chemiebosse, den Markt untereinander aufzuteilen und unliebsame Wettbewerber rigoros aus dem Markt zu dr&#228;ngen.</p>
<p>Der Weltmarkt f&#252;r Pflanzenschutzmittel wird f&#252;r 2006 auf einen Wert von 24,6 Milliarden Euro gesch&#228;tzt. Vor zehn Jahren teilten sich diesen Markt etwa ein Dutzend Gro&#223;unternehmen. Heute wird dieser Markt mehrheitlich von nur noch sechs multinationalen Konzernen beherrscht, die sich rund 90% des Umsatzes teilen: Syngenta, Bayer, Monsanto, DuPont, BASF und Dow.  Innerhalb dieser zehn Jahre hat etwas stattgefunden, was die Vorst&#228;nde in Ihrem Jargon „Marktbefriedung“ nennen. </p>
<p>In der Ma&#223;nahmenskala ganz oben steht hierbei die Preispolitik oder eher Hochpreispolitik. Alle gehen davon aus, dass die Verkaufspreise so hoch wie irgend m&#246;glich festgesetzt werden. Jeder, der bei den stillschweigenden oder unmittelbaren Preisabstimmungen aus der Reihe tanzt und „Unfrieden“ stiftet, riskiert &#196;rger mit  der Streitmacht der Konzerne, den Rechtsanw&#228;lten. Die suchen und finden auf Anforderung das kleinste Haar in der Suppe und treten bei Bedarf eine regelrechte Lawine von Abmahnungen, einstweiligen Anordnungen, Klagen oder sonstigen Winkelz&#252;gen los. Wie zahlreiche Kartellstrafen gezeigt haben, schrecken die Marktf&#252;hrer dabei auch nicht vor illegaler „Befriedung“ von Konkurrenz zur&#252;ck und haben bei den wenigen F&#228;llen, die publik wurden, <strong><a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/06/1647&#038;format=HTML&#038;aged=1&#038;language=DE&#038;guiLanguage=en" target="_blank">Bu&#223;gelder in Millionenh&#246;he</a></strong> zahlen m&#252;ssen.  </p>
<p>Dem unerfahrenen H&#228;ndler oder Anwender bleiben solche „Preisabstimmungen“ zumeist verborgen, weil sich auf den ersten Blick die Preise der unterschiedlichen Mittel infolge unterschiedlicher Gebinde und unterschiedlicher Wirkstoffmengen deutlich unterscheiden. Nimmt man sich aber als Berechnungsgrundlage eine Grosshandelspreisliste zur Hand und berechnet f&#252;r eine Anwendungsgruppe wie etwa Gr&#228;serherbizide die Preise f&#252;r den Verbrauch pro Hektar, so sind die Preise aller Anbieter fast immer identisch: Feinchemie Schwebda bietet &#8220;Agil&#8221; zu einem Preis von 21,29 € pro ha an, bei der BASF kostet &#8220;Focus Ultra&#8221; genau 21,00 € / ha. F&#252;r das &#8220;Fusilade Max&#8221; von Syngenta bezahlt der Kunde 20,80 €/ ha, wohingegen &#8220;Gallant&#8221; von Dow AgroSciences mit 21,55 € pro Hektar zu Buche schl&#228;gt. Und Bayer CropSciences verkauft sein &#8220;Targa Super&#8221; f&#252;r 22,40 €/ ha.</p>
<p>Unter „Marktbefriedung“ fallen ebenso auch alle Ma&#223;nahmen, unruhige Wettbewerber mit mehr oder weniger starkem Zwang zu „beruhigen“. Die Chemiekonzerne sind bei dieser „Marktbefriedung“ schier uners&#228;ttlich und schlucken alles an Unternehmen und Arbeitskr&#228;ften, was irgendwie dem Wachstum von Marktmacht und Profiten dient. Diesen Vorgang nennt man nach au&#223;en „Konsolidierungsprozess“. Eine vornehme Umschreibung der Strategien zur Erlangung absoluter Marktmacht, hinter der sich viele Vorw&#252;rfe dunkler Machenschaften verbergen. Beispielsweise werden aus Chemiekonzernen dann &#252;ber den Umweg der Biotechnologie und der Gentechnik pl&#246;tzlich Nahrungsmittelkonzerne. Experten warnen weltweit davor, dass sich eine Handvoll Chemiekonzerne so die Verf&#252;gungsgewalt &#252;ber die Mehrzahl der Nahrungsmittelreserven verschafft. Nicht umsonst erhebt Greenpeace <strong><a href="http://www.ariva.de/Schwere_Vorwuerfe_gegen_Genmais_Hersteller_t195996" target="_blank">schwere Vorw&#252;rfe gegen Syngenta</a></strong>, dass Genmais gro&#223;e Gefahren f&#252;r Mensch und Tier berge. Was die Pflanzeningenieure da entwickelt haben, dient weniger dem Wohl der Menschheit, als eher den eigenen Profiten. Denn die genmanipulierten Pflanzen ertragen insbesondere die konzerneigenen Pflanzenschutzmittel. Die Kombination des Verkaufs von genmanipulierten Saatgut mit den passenden Pflanzenschutzmitteln ist eine &#228;u&#223;erst profitable und insbesondere neue Einnahmequelle.</p>
<p>Am Beispiel des multinationalen Konzerns Syngenta kann man die „Marktbefriedung“ unschwer nachvollziehen. Stritten sich jahrelang die Konkurrenten Novartis Agribusiness und AstraZeneca um Marktanteile, so fusionierten dies im Jahr 2000 zur Syngenta. Die Novartis-Fusion wiederum beendete Ende 1996 den Wettbewerb zwischen Ciba-Geigy und Sandoz, w&#228;hrend die AstraZeneca-Fusion den Wettbewerb zwischen Astra AB und der britischen Zeneca Group im Jahre 1999 „befriedete“. In nur wenigen Jahren sind so die in jeder freien Marktwirtschaft gew&#252;nschten Auseinandersetzungen fr&#252;herer Wettbewerber „befriedet“ und zur heutigen Marktmacht der Syngenta „konsolidiert“ worden.</p>
<p>„Marktbefriedung“ f&#252;r die Konzerne bedeutet f&#252;r Sie als H&#228;ndler oder Anwender von Pflanzenschutzmitteln den Verlust von Wettbewerb und dementsprechend teure Produkte, hohe Preise und st&#228;ndig steigende Kosten. Bei RealChemie finden Sie genau das Gegenteil; wir lassen uns nicht „befrieden“, bieten Ihnen Originalprodukte zu Niedrigpreisen, wodurch Sie Ihre Kosten um &#252;ber 50% senken k&#246;nnen!</p>
<p>Ihr RealChemie-Team</p>
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		<title>Heute schon geforscht?</title>
		<link>http://blog.realchemie.net/2007/07/18/heute-schon-geforscht/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jul 2007 15:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marktverhalten der Großindustrie]]></category>
<category>überteuert</category><category>bayer</category><category>entwicklung</category><category>feuerbrand</category><category>forschung</category><category>garthoff</category><category>glyphosat</category><category>herbizid</category><category>pflanzenschutzmittel</category><category>preise</category><category>wasserkopf</category>
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		<description><![CDATA[Immer, wenn Kritik an den hohen Preisen f&#252;r Pflanzenschutzmittel laut wird, dann beten die Propagandisten der Chemiekonzerne ein Standardrepertoire an Gegenargumenten herunter, das zumeist von „Wir haben hohe Ausgaben f&#252;r die Forschung und Entwicklung!“ angef&#252;hrt wird.
Was aber wird denn da eigentlich genau geforscht und entwickelt? Sucht man einmal genauer nach den innovativen Meilensteinen der Chemie-Industrie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer, wenn Kritik an den hohen Preisen f&#252;r Pflanzenschutzmittel laut wird, dann beten die Propagandisten der Chemiekonzerne ein Standardrepertoire an Gegenargumenten herunter, das zumeist von „Wir haben hohe Ausgaben f&#252;r die Forschung und Entwicklung!“ angef&#252;hrt wird.</p>
<p>Was aber wird denn da eigentlich genau geforscht und entwickelt? Sucht man einmal genauer nach den innovativen Meilensteinen der Chemie-Industrie, dann findet man zwar viele Forschungsergebnisse und Neuheiten im den Pharma-Gesch&#228;ftsbereichen, aber im Pflanzenschutz? Da sieht es eher so aus, dass die Chemie-Konzerne seit Jahren akute Probleme wie <strong><a href="http://www.feuerbrand.de/feuerbrand.html" target="_blank">Feuerbrand</a></strong> einfach vernachl&#228;ssigen. Feuerbrand ist eine bakterielle Erkrankung, die in den letzten Jahren in der freien Natur, im Obst-, Zierpflanzenbau, Baumschulwesen und Forst gro&#223;e &#246;kologische und &#246;konomische Sch&#228;den angerichtet hat. Der Erreger wurde bereits 1959 entdeckt und hat sich seither weltweit verbreitet. Jedes Jahr m&#252;ssen immense Baumbest&#228;nde abgeholzt und verbrannt werden, weil alle angebliche Forschung und Entwicklung bisher kein wirksames Pflanzenschutzmittel zustande gebracht hat.</p>
<p>Statt einem wirksamen Produkt reicht die gesamte teure Forschungs- und Entwicklungskapazit&#228;t bisher nur f&#252;r Empfehlungen der Pharmaspezialisten der Chemie-Konzerne, man m&#246;ge doch ein Antibiotikum aus der Humanmedizin einsetzen! Das aber wird, wenn es denn &#252;berhaupt genehmigt wird, auf die Bl&#252;ten der B&#228;ume gespritzt, dort von den Bienen aufgenommen und verursacht so f&#252;r den Menschen &#228;u&#223;erst riskante Antibiotika-R&#252;ckst&#228;nde im Honig. Ist das Innovation durch teure Forschung? <strong>Dr. Bernward Garthoff</strong>, BAYER-Vorstandsmitglied, hat dies seinerzeit in einem Interview in „Basics“ von McKinsey beantwortet und auf den Punkt gebracht: </p>
<p>„BASICS: Sie haben in Ihrer Zeit bei Bayer sowohl das Pharma- als auch das Pflanzenschutzgesch&#228;ft sehr genau kennen gelernt. Zwei Gesch&#228;fte also, in denen Innovation ein Kernprozess ist. Welche Unterschiede in Bezug auf Innovation bestehen zwischen den beiden Bereichen?<br />
Dr. Garthoff: Vom Gesch&#228;ftssystem her sind beide Bereiche sehr &#228;hnlich. Die M&#228;rkte unterscheiden sich aber ganz erheblich. Und auch der Ansto&#223; f&#252;r Innovationen ist ein anderer. Im Pharmabereich ist das Universum der noch zu therapierenden Krankheiten zumindest theoretisch unbegrenzt. Beim Pflanzenschutz hingegen spielen ungel&#246;ste Probleme keine so gro&#223;e Rolle mehr. Viele L&#246;sungen sind bereits entwickelt, oft sogar in Form von Generika.“<br />
Aha, ungel&#246;ste Probleme spielen im Pflanzenschutz also keine so gro&#223;e Rolle! Was m&#246;gen wohl die Obstbauern von einer solchen Einstellung halten, die ihre Existenz durch Feuerbrand verloren haben?<br />
Und wenn alle Pflanzenschutzl&#246;sungen bereits entwickelt sind, dann sollen die Anwender mit den &#252;berh&#246;hten Preisen wohl die &#252;ppigen Einkommen der Vorst&#228;nde finanzieren? </p>
<p>Dass die Forschung und Entwicklung im Pflanzenschutz nahezu nicht existiert, zeigt ein Blick in die Grosshandels-Preislisten der letzten zehn Jahre. Hier finden sich in einem Jahrzehnt kaum neue Produkte, jedoch wurden die alten Pflanzenschutzmittel jedes Jahr immer teurer. Auch der „Pack-Trick“ ist gut erkennbar: alte Produkte werden neu formuliert und als „Produkt-Pack“ neu vermarktet. Alter Wein in neuen Schl&#228;uchen, sozusagen. Gab es fr&#252;her zum Beispiel zwei getrennte Herbizide zur Anwendung in R&#252;ben, n&#228;mlich Goltix mit Wirkstoff Metamitron und Ethomat 500 mit Wirkstoff Ethofumesat, so wurden diese sp&#228;ter zu einem „neuen“ Kombipr&#228;parat Goltix plus zusammengemischt.</p>
<p>Ein anderes Beispiel liefert der Herbizid-Wirkstoff Glyphosat, der anfangs als Produkt Roundup verkauft wurde. Als die Verkaufspreise von Roundup in den Keller fielen, kam die „Neuentwicklung“ Roundup Ultra auf den Markt und sp&#228;ter folgten „Diversifikationen“ im Produkt Roundup Ultramax. Diese Produkte und eine weitere Orgie von &#252;ber 30 Herbiziden haben allesamt den Wirkstoff Glyphosat, wurden aber zumeist mit gro&#223;em Tam-Tam als Produktneuheiten und Ergebnisse intensiver Forschung und Entwicklung angek&#252;ndigt. Vergleicht man allerdings die Produkte im Chemielabor oder in der Au&#223;enanwendung, dann findet man keine wesentlichen Unterschiede. Also wieder Fehlanzeige bei Forschung und Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel.  Die angeblich so hohen Kosten dienen wohl eher der Finanzierung eines &#252;ber die Jahre angeschwollenen Wasserkopfes, der eigentlich &#252;berfl&#252;ssig ist. </p>
<p>Wir von RealChemie haben jedenfalls keine Forschung und keinen Wasserkopf, der viel kostet, aber wenig leistet. Deshalb m&#252;ssen wir nicht lange drum herum argumentieren, sondern k&#246;nnen Ihnen gleich die besten Niedrigpreise f&#252;r Originalprodukte anbieten.</p>
<p>Ihr RealChemie-Team</p>
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		<title>Von Dreschen und Flegeln</title>
		<link>http://blog.realchemie.net/2007/07/12/von-dreschen-und-flegeln/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 07:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marktverhalten der Großindustrie]]></category>
<category>chemiemüll</category><category>ciba</category><category>fao</category><category>giftmüll</category><category>novartis</category><category>paraquat</category><category>parteiendreschen</category><category>skandal</category><category>skrupellos</category><category>syngenta</category><category>unlauter</category><category>unlauterer Wettbewerb</category><category>vergiftung</category><category>verhaltenskodex</category>
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		<description><![CDATA[„Dreschen“ steht umgangssprachlich f&#252;r „D’raufhauen“. Als „Flegel“ bezeichnet man umgangssprachlich ungehobelte, respektlose (meist m&#228;nnliche) Menschen mit schlechten Manieren und grobem Benehmen. Lesen Sie hier, was das mit Syngenta und deren Mitarbeitern in der Schweiz zu tun hat.
Das Ganze begann mit dieser Information: Ein Team von Studentinnen und Studenten der Schweizerischen Hochschule f&#252;r Landwirtschaft m&#246;chte Wissenswertes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Dreschen“ steht umgangssprachlich f&#252;r „D’raufhauen“. Als „Flegel“ bezeichnet man umgangssprachlich ungehobelte, respektlose (meist m&#228;nnliche) Menschen mit schlechten Manieren und grobem Benehmen. Lesen Sie hier, was das mit Syngenta und deren Mitarbeitern in der Schweiz zu tun hat.</p>
<p>Das Ganze begann mit dieser Information: Ein Team von Studentinnen und Studenten der Schweizerischen Hochschule f&#252;r Landwirtschaft m&#246;chte Wissenswertes rund um den Getreideanbau in der Schweiz vermitteln. Hitziges Getreidedreschen, am&#252;sante Quizfragen, packende Herausforderungen. In einer unterhaltsamen Show pr&#228;sentieren sich unsere Politiker/innen einmal auf eine andere Art. Kommen sie am Freitag 27. Juli 07 zwischen 14.00 und 15.30 Uhr auf den oberen Waisenhausplatz in Bern und entscheiden sie mit, wer als Sieger aus diesem spannenden Wettkampf hervorgeht!</p>
<p>Das <strong><a href="http://www.parteiendreschen.ch/" target="_blank">Parteiendreschen</a></strong>  hat unserem Schweizer RealChemie-Team gut gefallen und wir haben uns gleich f&#252;r diese Veranstaltung angemeldet. Die Details f&#252;r unseren Informationsstand waren schnell gekl&#228;rt. Wir freuten uns vor dem Hintergrund der andauernden Diskussionen von Parallelimporten schon auf Gespr&#228;che mit den als Kandidaten angemeldeten Politikern. Und wir wollten allen einmal mehr zeigen, dass wir parallel oder reimportierte Originalprodukte exakt nach den Buchstaben des Gesetzes verkaufen. Nur viel preiswerter, als die Chemie-Konzerne mit ihren &#252;ppigen Margen.<br />
Doch dann kam alles anders. Nach anf&#228;nglich sehr freundlichem Umgangston zeigte unser Ansprechpartner aber bald schon immer mehr Zur&#252;ckhaltung: <strong><a href="http://www.parteiendreschen.ch/000001986e0d61491/index.php" target="_blank">Syngenta , einer der Hauptsponsoren</a></strong>, gefalle die Anwesenheit von RealChemie &#252;berhaupt nicht und der zust&#228;ndige Mitarbeiter drohe mit dem R&#252;ckzug der Sponsorengelder. Unsere Gegenargumentation reichte zun&#228;chst, um solche feigen und hinterh&#228;ltigen Machenschaften abzuwehren. Aber dann wurden die Organisatoren zu einer Blitzentscheidung gezwungen: Entweder man sage die Teilnahme von RealChemie ab und Syngenta &#252;bernehme den Sponsoringanteil von RealChemie oder Syngenta ziehe sich und alle Sponsoringgelder zur&#252;ck.</p>
<p>Das hat uns einerseits &#252;berrascht, denn wer h&#228;tte gedacht, dass sich der Riesenkonzern Syngenta vor dem (noch) kleinen Wettbewerber RealChemie so sehr f&#252;rchtet! Klar, wir haben durch unsere Niedrigpreise Syngenta zu schmerzhaften Preisnachl&#228;ssen gezwungen und bereits viele Kunden abgenommen. Aber dazu ist Wettbewerb doch da! Wir haben ebenso auch schon viel Geld ausgeben m&#252;ssen, um die Meute von Syngenta-Rechtsanw&#228;lten und deren Flut von einstweiligen Anordnungen, Klagen und sonstigen rechtlichen Winkelz&#252;gen abzuwehren. Aber dazu sind Rechsstaaten schlie&#223;lich da!</p>
<p>Was uns aber ver&#228;rgert hat, ist diese hinterh&#228;ltige Form von unlauterem Wettbewerb. Warum will Syngenta durch Erpressung den freien Handel unterdr&#252;cken? Oder um Schweizer Recht zu zitieren: Unlauter und widerrechtlich ist gem&#228;ss dem Grundsatz in Artikel 2 UWG, &#8220;jedes t&#228;uschende oder in anderer Weise gegen den Grundsatz von Treu und Glauben versto&#223;ende Verhalten oder Gesch&#228;ftsgebaren, welches das Verh&#228;ltnis zwischen Mitbewerbern oder zwischen Anbietern und Abnehmern beeinflusst.“ Aber was nutzt es, nationale Gesetze zu zitieren, wenn der Chemie- und Pharmamulti ohnehin weltweite Regelverst&#246;&#223;e ohne Skrupel als Gesch&#228;ftspolitik praktiziert?</p>
<p><strong><a href="http://www.paraquat.ch" target="_blank">Beispiel Paraquat</a></strong>: Dieses von Syngenta produzierte Pestizid (Markenname: Gramoxone) ist in vielen Europ&#228;ischen L&#228;ndern verboten, stark in der Anwendung eingeschr&#228;nkt oder es gibt es spezielle Vorschriften zur Verwendung dieses Produktes. Trotz dieser Bedenken hat Syngenta <strong><a href="http://www.evb.ch/p14.html" target="_blank">Paraquat, das j&#228;hrlich zu tausenden von Vergiftungsf&#228;llen f&#252;hrte</a></strong> in asiatischen L&#228;ndern mit aggressiven Werbekampagnen vermarktet und nach Meinung von Experten den <strong><a href="http://www.kath.ch/index.php?na=11,0,0,0,d,74722" target="_blank">FAO-Verhaltenskodex gleich mehrfach verletzt</a></strong> (FAO = Food and Agriculture Organization der UNO). So wurden die K&#228;ufer von Gramoxone in Costa Rica mit einem Wettbewerb angelockt, bei welchem man rund 1´000 US$ an „Inputs“ gewinnen konnte. Solche Kampagnen geh&#246;rten bei Syngenta zum Standard. In Deutschland wurden Traktoren f&#252;r 100´000 Euro verlost, in Thailand Gel&#228;ndewagen und Motorr&#228;der. Syngenta hat damit gegen Artikel 11.2.18 des FAO-Kodex versto&#223;en, der vorschreibt, dass die Pestizid-Werbung keine unangebrachten Anreize oder Geschenke beinhalten soll, die zum Kauf von Pestiziden ermuntern. </p>
<p><strong><a href="http://www.greenpeace.ch/de/presse/pressemitteilungen/chemie/chemie-pressemitteilungen-single-view/browse/5/article/skandalserie-von-novartis-co-hoert-nicht-auf-giftmuell-unter-freiem-himmel/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=216&#038;cHash=68ade2c346" target="_blank">Beispiel Giftm&#252;ll</a></strong>: Greenpeace-Aktivisten haben Anfang 2005 bei der Els&#228;sser Chemiem&#252;lldeponie Le Letten offen herumliegenden Giftm&#252;ll sichergestellt. Skandal&#246;s war dabei: Die Chemiekonzerne Novartis und Ciba, die sp&#228;ter zur Syngenta fusionierten, und Syngenta sowie die franz&#246;sische Beh&#246;rde DRIRE wussten seit Jahren von diesem unter freiem Himmel liegenden Giftm&#252;ll, stritten aber jegliche Verantwortung ab.<br />
Matthias W&#252;thrich, Chemie-Experte von Greenpeace, meinte dazu: „Novartis &#038; Co haben innert wenigen Monaten f&#252;r eine Serie von Skandalen gesorgt. Nach dem untauglichen Sanierungsprojekt f&#252;r Bonfol, dem Neuwiller-R&#228;umungsbefehl f&#252;r Roemisloch und der Trinkwassergef&#228;hrdung in Muttenz ist es jetzt der vierte Vorfall. Die vier Skandale zeigen: Novartis &#038; Co. arbeiten schlampig und verharmlosen die Gefahren.“ Weitere Beispiele f&#252;r skrupellose Gesch&#228;ftspolitik gibt es noch viele, aber das w&#252;rden den Rahmen dieses Beitrags sprengen. </p>
<p>Also, liebe Schweizer Politiker, H&#228;ndler und Anwender von Pflanzenschutzmitteln, wir freuen uns darauf, diese „Flegel“ zuk&#252;nftig im offenen Kampf der Marktwirtschaft zu „dreschen“, wo immer sich uns eine Gelegenheit dazu bietet. Wenn Sie uns dabei helfen wollen, freuen wir uns auf Ihre Kommentare!</p>
<p>Ihr RealChemie-Team</p>
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		<title>Landwirtschaftskammer: neutral, kompetent und kundenorientiert?</title>
		<link>http://blog.realchemie.net/2007/07/04/neutral-kompetent-kundenorientiert/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jul 2007 07:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealChemie</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Marktverhalten von Behörden &amp; Ämtern]]></category>
<category>eigennützigkeit</category><category>gute fachliche praxis</category><category>inkompetenz</category><category>landwirtschaftskammer</category><category>lwk</category><category>parallelimport</category><category>pflanzenschutzmittel</category><category>sprachrohr</category><category>subjektivität</category><category>syngenta</category>
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		<description><![CDATA[Eine Landwirtschaftskammer soll als K&#246;rperschaft des &#246;ffentlichen Rechts um das Wohl der Landwirtschaft und ihrer Besch&#228;ftigten bem&#252;ht sein. Das Motto „Wir betreuen, beraten und f&#246;rdern“ ist Programm. Nat&#252;rlich auch und gerade bei Veranstaltungen im Bereich Pflanzenschutz zur Beantwortung der Frage &#8220;Die gute fachliche Praxis, worauf hat der Landwirt zu achten?&#8221;
Mit diesem f&#252;r Au&#223;enstehende recht merkw&#252;rdig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Landwirtschaftskammer soll als K&#246;rperschaft des &#246;ffentlichen Rechts um das Wohl der Landwirtschaft und ihrer Besch&#228;ftigten bem&#252;ht sein. Das Motto „Wir betreuen, beraten und f&#246;rdern“ ist Programm. Nat&#252;rlich auch und gerade bei Veranstaltungen im Bereich Pflanzenschutz zur Beantwortung der Frage &#8220;Die gute fachliche Praxis, worauf hat der Landwirt zu achten?&#8221;</p>
<p>Mit diesem f&#252;r Au&#223;enstehende recht merkw&#252;rdig klingenden Titel sind Grunds&#228;tze gemeint, die gem&#228;&#223; dem Pflanzenschutzgesetz im Umgang und der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln als „gute fachliche Praxis“ angewendet werden sollen. Das <strong><a href="http://www.bmelv.de" target="_blank">Bundesministerium f&#252;r Ern&#228;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz</a></strong> hat diese Grunds&#228;tze im Originaltext und in einer <strong><a href="http://www.bmelv.de/cln_044/nn_749972/SharedDocs/downloads/01-Broschueren/GutePraxisPflanzenschutz.html" target="_blank">Brosch&#252;re</a></strong> ver&#246;ffentlicht.<br />
Wer je versucht hat, den Originaltext zu lesen und zu verstehen, dem wird schnell klar, warum Landwirtschaftskammern diese „gute fachliche Praxis“ und das daraus abgeleitete „korrekte b&#228;uerliche Verhalten“ den Landwirten aus dem Amtschinesischen in Deutsche &#252;bersetzen und erl&#228;utern m&#252;ssen. </p>
<p>Gerade Landwirte haben eigentlich ganz andere Sorgen, als mit Vorschriften f&#252;r „korrektes b&#228;uerliches Verhalten“ indoktriniert zu werden.  Landwirte in der ganzen Welt interessiert eigentlich in erster Linie, landwirtschaftliche Produkte in bester Qualit&#228;t zu erzeugen und daf&#252;r beste Preise zu erzielen. Landwirte haben aber auch gelernt, dass sie mit dieser Absicht st&#228;ndig zwischen irgendwelche Parteien geraten, irgendwie immer mit einem Bein in irgendeiner Schlinge gefangen sind und deshalb an solchen Veranstaltungen teilnehmen m&#252;ssen.</p>
<p>Die Pflanzenschutzberatung der Landwirtschaftskammer ist im staatlichen Auftrag und nach eigenem Bekunden <strong><a href="http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/2/nav/187/article/5718.html" target="_blank">neutral – kompetent – kundenorientiert</a></strong>. Das hatten wir nat&#252;rlich genau so erwartet, als Mitglieder unseres RealChemie-Teams Anfang diesen Jahres voller Interesse an einer solchen Veranstaltung teilnahmen. Wir wollten einmal sehen und h&#246;ren, wie die Mitarbeiter des Pflanzenschutzamtes dieses komplexe Thema aufbreiten und dem Publikum transportieren.</p>
<p>Den Anwesenden wurde von der Referentin mit vielen Folien und Overheadprojektionen sehr ausf&#252;hrlich erkl&#228;rt, worauf es beim Pflanzenschutz ankommt. Ihre Hinweise, dass die Landwirte bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln aus Parallelimporten sehr vorsichtig sein m&#252;ssten, machten uns hellh&#246;rig. War dies nicht eine mehrfach als sachlich falsch widerlegte Behauptung der Chemie-Industrie? Sollte es m&#246;glich sein, dass eine leitende Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer &#252;ber die Richtigstellungen und die geltenden Gesetze zu Parallelimporten nicht informiert war? </p>
<p>„Das Problem bei diesen Parallelimporten ist oftmals die stoffliche Identit&#228;t und das Vorhandensein von F&#228;lschungen“, sagte sie, verwies auf die &#246;ffentlich zug&#228;ngliche Liste der von der Beh&#246;rde mit sog. PI-Nummern offiziell zugelassenen Produkte und begann eine Lobeshymne auf die im Pflanzenschutz forschende deutsche Industrie. Was wir anf&#228;nglich als zwar hinsichtlich der Neutralit&#228;t kritikw&#252;rdigen Stil aber dennoch durchaus verst&#228;ndliche Meinungs&#228;u&#223;erung betrachteten, entwickelte sich dann schnell in eine ganz andere Richtung. Sie zeigte „nun ein paar Fotos von der Firma Syngenta“  und erl&#228;uterte, das die forschende Industrie sehr allergisch gegen Parallelimporte sei. Ihre Ausf&#252;hrung „Hier ’mal ein Beispiel, was eine Produktf&#228;lschung angeht“, wurde von einer Reihe Folien begleitet, worauf u.a. neben „Copyright Fa. Syngenta“ zu lesen war „Beispiel f&#252;r Produktf&#228;lschung“, und „Importeur: Realchemie B.V., Eindhoven“.</p>
<p>Das also verstand die liebe Frau Doktor des Agraringenieurwesens unter „neutral – kompetent – kundenorientiert“! Eine leitende Mitarbeiterin einer Landwirtschaftskammer praktiziert als Sprachrohr eines Chemie-Konzerns gezielt deren Desinformation! Eine Staatsdienerin, die zumindest fahrl&#228;ssig, wenn nicht gar vors&#228;tzlich die Unwahrheit sagt. Denn eigentlich h&#228;tte sie wissen und weitergeben m&#252;ssen, dass ein parallel importiertes Produkt nicht alleine deshalb eine F&#228;lschung ist, weil ein Konkurrent dies behauptet, dessen fast doppelt so teures Produkt sich seit dem Angebot des Parallelimports nicht mehr gut verkauft. Ihre Pflicht und konsequent w&#228;re es au&#223;erdem gewesen, wenn sie als Vertreterin unseres Rechtstaates in Kenntnis dieses angeblichen Gesetzesversto&#223;es eine eigene Pr&#252;fung oder Rechtsverfolgungen initiiert h&#228;tte. Was nat&#252;rlich mit viel Arbeit und immensem Papierkram und langwierigen Beh&#246;rdeng&#228;ngen verbunden gewesen w&#228;re. Weshalb sie wohl darauf verzichtet und es vorgezogen hat, Vorverdautes nachzukauen?</p>
<p>Einen Irrtum oder einen einmaligen Ausrutscher h&#228;tten wir ja noch hingenommen, aber Frau Doktor hielt nicht inne und fuhr damit fort, weitere Realchemie-Produkte vor dem Publikum mit Syngenta-Vorlagen als F&#228;lschungen zu bezeichnen. Zum Beispiel mit diesem Originaltext „Die Kollegen von der Syngenta, da lief das als Film, da war das noch eindrucksvoller. Hier sieht man aber jetzt vielleicht doch schon ’mal, hier vorne, das ist das Produkt, der Parallelimport oder was ein Parallelimport sein sollte, isses aber letztendlich nich’. Es ist ne F&#228;lschung und hier ist das Syngenta-Mittel. Man sieht also schon, dass hier so’n bisschen was abgesetzt ist, der Wirkstoff hier unten hat sich abgesetzt und hat sich getrennt, diese beiden Komponenten. Hier das Syngenta-Mittel, das sieht also v&#246;llig anders aus.“</p>
<p>Die leitende Frau Doktor des Agraringenieurwesens der Landwirtschaftskammer lehrt somit den Landwirten als „gute fachliche Praxis“, dass Pflanzenschutzmittel in ungesch&#252;ttelten Beh&#228;ltern trotz beh&#246;rdlicher Zulassung gef&#228;lschte Parallelimporte von Realchemie sind, weil Kollegen von Syngenta das im Film und auf Folie so dokumentiert haben. Na denn! Ob das der Gesetzgeber und die Aufsichtsbeh&#246;rde der Landwirtschaftskammern je so beabsichtigt haben?</p>
<p>Noch Fragen zu Neutralit&#228;t, Kompetenz oder Kundenorientierung von Landwirtschaftskammern? Kommentare sind herzlich willkommen. Weitere Beispiele f&#252;r Subjektivit&#228;t, Inkompetenz und Eigenn&#252;tzigkeit von K&#246;rperschaften des &#246;ffentlichen Rechts nat&#252;rlich auch!</p>
<p>Ihr RealChemie-Team</p>
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